Scheck und Victoria

Heute habe ich meinen ersten Gehaltsscheck und auch meinen allerersten Scheck in der Hand gehabt. Den trage ich morgen zur Bank :) Ansonsten war mein Tag simpel, frühes Aufstehen, Fahrradfahren, Rechnungen alphabetisch sortieren, kopieren, falten, in Umschläge packen, diese zukleben und frankieren (natürlich mit der Maschine, sonst wäre meine Zunge ganz klebrig von den 200 Umschlägen…), Broschüren raussuchen, sortieren, in Ordner heften, … Nebenbei habe ich mich in der Pause nett mit den Kolleginnen unterhalten, unter denen einige richtig nette sind, eventuell auch eine, die mich ab Anfang November nach Langley mitnehmen kann. Der Job ist relativ langweilig bis jetzt und natürlich anstrengend, aber es tut gut, etwas zu tun zu haben, und man isst nicht so viel ;)

 

So, nun zu Victoria… Am Samstag gab es zum Frühstück deluxe Pancakes mit Sahne, Sirup und Früchten. Dann sind wir fünf (Stew, Judy, Rachel, Ethan und ich) nach Downtown gefahren, wo Judy ihre Sachen für den Halbmarathon abgeholt hat und wir Mittag gegessen und gebummelt haben. Wir waren auch in Chinatown, aber das war nur sehr klein, aber mal ganz witzig… Ethan hat den ganzen Tag geschlafen und hat abends auch Fieber bekommen, während der Rest mit Stews Eltern, Lizz und Larry, Lachs mit Spargel, Maiskolben und Salat gegessen hat. Beziehungsweise alles abgesehen vom Lachs ;) Als Nachtisch gab’s Carameleis mit warmem Apfel, auch sehr lecker. Ein Schlemmertag, wie eigentlich das ganze Wochenende…

Lizz und Larry sind sehr nett und gastfreundlich und das Haus ist Wahnsinn! Ich habe ja schon einige Hausboote gesehen, aber das glich eher einem Haus auf Wasser als einen Bott, das in ein Haus umgebaut wurde. Die Photos vermitteln hoffentlich einen dementsprechenden Eindruck. Das ganze Haus ist mit Wasser-, Strand-, Fisch- und ähnlichen Bildern dekoriert und es ist auch viel Kunst von den Ureinwohnern vorhanden, sehr stilvoll und gemütlich und vor allem hell. Auch wenn es gelegentlich ein wenig schaukelt. Man hat vom Ende des Docks eine tolle Aussicht auf das Wasser und die Innenstadt am gegenüberliegenden Ufer.

Am Sonntag war Judy’s großer Lauf und sie hat es gut gemeistert und alle waren stolz. Es war ein großes Ereignis und viele sind von außerhalb gekommen, um an Marathon oder Halbmarathon teilzunehmen. Nachmittags habe ich eine Tour am Strand entlang gemacht, von dem aus man bis auf die Olympic Mountains bei Port Angeles in Washington State sehen konnte. Am besten waren die Momente, in denen ich einfach auf einem Baumstamm (die gibt es dort viel) am Ufer saß und zugehört habe, wie das auslaufende Wasser die kleinen runden Steine aneinander schlagen lässt und ein sehr entspannendes fast knisterndes Geräusch erzeugt. Gegen Ende habe ich ein paar Leute getroffen, zu denen ich mich gesetzt habe und gequatscht habe. Ich liebe diese Strände und das steinige Ufer sowie die Mole mit dem Leuchtturm am Ende, ich hätte wahrscheinlich Stunden dort verbringen können, denn das Wetter war im Gegensatz zum Rest des Wochenendes herrlich.

Am Abend gab es das große Thanksgiving Essen mit gestopftem Truthahn, Kartoffelmus und Möhren, dazu Wein und natürlich Kürbiskuchen zum Nachtisch. Bis auf den Kuchen sehr lecker :) Danach hat jeder gesagt, wofür er dankbar ist, und ich habe mich beim Aufräumen mit Liz unterhalten, während Judy und Stewart die Kinder ins Bett gebracht haben und Larry mit dem goldigen Retriever Ruby eine Runde gemacht hat. Monatg haben wir gemütlich gefrühstückt und sind langsam los, haben noch bei einer kleinen Float Home Community angehalten, wo es einige Seehunde zu sehen und zu füttern gab. Ein Spaß für die ganze Familie und ich habe sogar gleich auch noch wenn auch unfreiwillig eine Seemöwe mit Fisch gefüttert.

Um 14 Uhr sind wir vor der Fähre in einen vierzigminütigen Stau geraten und mussten weitere zwei Stunden warten und sind als Letzte auf die Fähre gekommen, die nach Vancouver zurück fuhr. Es war einiger Verkehr und wir sind relativ spät angekommen.

 

Victoria ist super super schön und ich kann es nur jedem empfehlen, dorthin zu fahren. Eventuell kehre ich noch mal nach Vancouver Island zurück und erkunde noch einige weitere Teile oder ein paar der kleinen Inseln, die rundherum liegen.

 

 

Jetzt lade ich noch die schönen Photos hoch und lese ein wenig, bevor ich meinen wohlverdienten Schlaf genieße und morgen wieder früh aus dem Bett krieche. Das Fahrradfahren bergan ist übrigens ziemlich anstrengend und ich schiebe die Hälfte, hoffe aber, bis Ende des Monats gut genug im Training zu sein, dass ich den Berg schaffe :)

 

Bis bald!

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas (Mittwoch, 13 Oktober 2010 05:39)

    Hallo Kirstin,
    Deine Fotos sind großartig, das gibt einen tollen Bildband hinterher... und Glückwunsch zum Scheck. Gib nicht alles auf einmal aus ;-) Hast Du schon eine Tasche gekauft ;-))
    Thomas