Halloween amerikanischer Art

Eigentlich wollte ich diesen Bericht spätestens gestern schon geschrieben haben, aber mein Wochenende war so anstrengend und ich war gestern so müde, dass ich um 21:30 schon mit Buch und ohne Abendbrot eingeschlafen bin.

 

Mein schöner Bericht ist mal wieder viel zu lang und ausführlich geworden, wer also nicht so viel lesen möchte, sieht sich nur das Photo an, weiß über Samstagvormittag Bescheid, und überfliegt den Rest danach einfach ;) Sorry!

 

Samstag war mein absoluter Chaos-Tag. Ich bin früh aufgestanden und den halben Tag nur gerannt, angefangen um 8:50 Uhr, um den Bus zu bekommen. Ich war auch rechtzeitig da, stand aber auf der falschen Straßenseite, als der Bus kam. Also bin ich zurück gerannt, um nach dem nächsten Bus zu gucken, und wieder losgelaufen. Dann habe ich 25 Minuten gewartet und hatte gerade die Geduld verloren und war auf dem Weg zurück, als ich den Bus kommen gehört habe, da war es aber schon zu spät. Also wieder nach Hause, Cheryl (die Fahrradbesitzerin) angerufen, dass ich später komme, wieder losgelaufen.

In der Stadt vor Cheryl’s Appartmenthaus ist mir aufgefallen, dass ich ihren Nachnamen nicht kannte. Schließlich habe ich mich noch aus Versehen in der Tiefgarage eingeschlossen, musste den Ausgang suchen, ums Haus laufen und habe dann (zum Glück!) das Fahrrad im Erdgeschoss auf dem Balkon gesehen. Also hab ich geklingelt und bin nach 45 Minuten mit einem Fahrrad und jeder Menge Zubehör wieder losgeradelt.

so sieht es aus, das gute Stück
so sieht es aus, das gute Stück

Ich habe also jetzt ein lavendelfarbenes Damenrad mit: 8 Gängen, funktionierenden Bremsen mit neuen Bremsklötzen, Gepäckträger mit seitlich ausfaltbaren Metallkörben, einer Luftpumpe, einem supergemütlichem Luxussattel, sowie passenden Griffen, einer Klingel, Rücklicht, Flaschenhalterung inklusive SIGG Flasche, 2 Bügelschlössern mit je 3 Ersatzschlüsseln, ein kleines Schloss mit Drahtseil, ein Tacho, an den Ventilen kleine Lichter inklusive Ersatzbatterien und an Sattel sowie Radachsen ein spezielles Schloss, das verhindert, dass jemand Sattel oder Räder klaut. Was will man mehr?? Jetzt muss ich nur noch den Hundekorb verkaufen, den ich notgedrungen mitgekauft habe, und brauche noch einen Helm und Licht für vorne und muss mir noch überlegen, wie ich das Fahrrad nach Deutschland bekomme :D

 

Dann bin ich in ein paar weitere Läden und zu H&M gegangen, um ein Outfit für Samstagabend zu suchen. Ich war viel zu spät zu Hause, aber zum Glück war Vicky auch in der Stadt gewesen, also haben wir uns für 17:20 im Bus verabredet, wobei sie eine Station früher einsteigen musste. Noch vor 20 nach stand ich an der Bushaltestelle (nachdem ich gerannt bin), habe gewartet und gewartet und schließlich den nächsten Bus genommen, in dem Vicky aber nicht war. Ich wollte ihr schreiben, hatte aber ihre Handynummer nicht, und da ich dachte, sie hätte sich gemeldet, wenn sie den Bus verpasst, müsste sie noch zu Hause sein, bin also ausgestiegen, wieder zurück gegangen und habe an der Tür eine Nachricht von Judy gesehen, dass Vicky an der Skytrain Station auf mich wartet. Sie hat mir die falsche Uhrzeit gesagt und war in dem Bus, den ich zu Beginn anscheinend verpasst habe. Also bin ich umgekehrt, habe den nächsten Bus genommen, bin zur Station gefahren Vicky war weg, wahrscheinlich erst seit 5-10 Minuten. Ich hab mich in die Bahn gesetzt, Judy geschrieben, ob sie mir Vickys Handynummer geben kann (die auch auf dem Zettel an der Haustür stand, was ich aber in der Eile nicht gesehen habe), hab dann Vicky geschrieben, wo sie ist, sie hat mir erklärt, wie ich dort hinkomme, und schließlich hat doch noch alles geklappt.

Die vier anderen französischen Au-Pairs, die da waren, waren super nett, ich habe endlich wieder Französisch sprechen können, wir haben Rührei gegessen halb roh, auf französisch Art , nachdem ich den ganzen Tag über einen Müsliriegel, Apfel und ein paar Kekse hatte, und sind wieder los nach Downtown, um in einen Club zu gehen. Der war natürlich teuer und ich musste mir einen Ausweis leihen, weil 19 hier das erforderliche Alter ist für Alkohol und Weggehen ist. Dann hat auch noch meine neue EC-Karte versagt, ich musste mir also auch noch den Eintritt leihen.

Die Leute auf der Straße waren sooo lustig und kreativ angezogen. Es gab alles: einfache Hexen, Geister, Vampire, blutverschmierte Gestalten, Messer im Kopf, Männer in Windeln, Comic-Figuren, Engel, Teufel, Bananen, Amy Winehouse, Polizisten und Polizistinnen, Taxifahrer, Gladiatoren, Priester, ein Mann als Fee, Cowboys, Piraten, Superman und -woman, Teddybären, Schlachter, Roboter, Monster, ein Teletubbie,  … und auch super Kreatives wie einen M&M, Darth Vader und Lea, Edward mit den Scherenhänden, zwei Avatare, und und und. Es hat Spaß gemacht, durch die Straßen zu laufen und einfach zu sehen, wie die Leute gekleidet sind. Fotos davon gibt es hoffentlich bald, wenn ich sie bekomme habe.

Der Abend war insgesamt lustig und hat Spaß gemacht. Ein paar Deutsche habe ich natürliche auch getroffen und wurde beneidet, dass ich auf eigene Faust gekommen bin und nich viel zu viel Geld für eine Agentur rausgeworfen hab, die einem den Job auch erst nach 2 Monaten besorgen kann ;) Juhu

 

Sonntag früh sind Vicky und ich wieder den langen Weg von North Vancouver, wo wir bei ihrer Freundin Coco übernachtet haben, zurück nach Coquitlam gefahren. Am Abend sind Stews Eltern, die zu der Zeit in ihrem Appartment in Coquitlam waren, zum Essen gekommen und ich habe eine Mousse au chocolat vorbereitet. Nach dem Essen sind alle losgezogen zum Süßigkeitensammeln. Das war auch mal wieder niedlich, die Kleinen rumrennen zu sehen, auf der Suche nach dem nächsten Haus mit Süßigkeiten :) Und so habe ich auch ein paar Nachbarn mehr oder weniger kennengelernt.

Danach wollte ich möglichst schnell ins Bett, bin aber nicht dazu gekommen und habe viel zu wenig geschlafen. Dementsprechend müde war ich gestern und bin ich heute noch...

 

Die Firma ist am Wochenende nach Langley umgezogen in ein größeres ehemaliges Lagerhaus, das teilweise zum Büro ausgebaut wurde. Heute habe ich im Lagerhaus ausgeholfen (wie man auf dem Photo sieht), weil die ganzen Produkte wieder in die Regale geschafft werden müssen, und habe auch zum ersten Mal einen mechanischen Palettenheber benutzt und das ziemlich männlich gefunden... Ansonsten habe ich mir ca. zwanzig Mal den Staub und Schmutz von den Händen gewaschen und morgen geht es in den schmutzigen Klamotten von heute weiter. Meine Mitarbeiterin Karen holt mich morgens immer ab und bringt mich auch nach Hause, da verschmerzt es sich auch, dass ich dafür bezahlen muss. So bin ich nicht viel später zu Hause als sonst, also gegen 17:30 Uhr. 

 

Jetzt ist Schlafenszeit... Wird Zeit, dass ich auf Teilzeitarbeit umsteige und mir die Montage freinehme, um ich mich vom Wochenende zu erholen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0