Wie aus Eins Sieben wurde

Freitag früh habe ich über Telefon so halb an einem Mädelsabend bei Svenja Teil genommen, das war schön und fehlt mir sehr. Allein anhand des Lachens sagen zu können, wer sich gerade besonders über etwas freut... :) Freitagabend war klasse. Ich habe mal wieder eine sehr nette Bekanntschaft gemacht, diesmal die von Natalia aus Bayern, die mit Claire, einer der Französinnen von den letzten Wochen, zusammen wohnt. Sie macht hier quasi das Gleiche wie ich – arbeiten und entdecken und auch zur gleichen Zeit. Ich habe sie auch für einen Roadtrip nach Las Vegas begeistern können, mal sehen, was daraus wird.

Wir (die Französinnen Béné, Coco, Claire und Inès sowie Natalia und ich) haben den Abend mit French Toast und Weißwein begonnen und mit einem Bier in einer Bar beendet, vor der man nicht 30 Minuten anstehen musste wie vor den anderen, und zwar um Punkt 2 Uhr morgens, als wir rausgeschickt wurden. Alle Bars und Clubs schließen hier um 2 Uhr, was heißt, dass sie um 10 vor an deinem Tisch stehen, dich auf die Uhrzeit hinweisen und dir das Glas unter der Nase wegziehen. Ausnahmen haben immerhin bis drei Uhr auf. Ich hab bei Natalia im Zimmer übernachtet und wir haben noch ein wenig gequatscht. 

 

Samstagmorgen manch einer würde eher Mittag sagen, es war 12 haben wir gemeinsam gefrühstückt und den Tag mit Reden, Lachen und Shoppen verbracht. Wir haben eine DVD ausgeliehen und später musste ich nach Hause, um auf Rachel aufzupassen. Stew und Judy sind essen gegangen, Ethan hat bei seinen Großeltern übernachtet und Rachy und ich haben uns einen Prinzessinnen-Film angesehen und Popcorn gegessen.

 


Heute habe ich schön lange geschlafen, telefoniert, Crêpes zum Frühstück gegessen – gegen 14 Uhr   und bin später zur Mall gefahren, um dort etwas umzutauschen. Mit einer Tüte bin ich auf meinem Fahrrad hingefahren, mit sieben bin ich zurückgekommen. So wurde Eins zu Sieben. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines schicken Wintermantels, eines Blazers von Gap, einer Jeanshose für $15 anstatt für $89, einer Weste, einer Bluse und einer Sweatshirtjacke. Und natürlich um ein paar Cent erleichtert. Und ja, hier kann man auch an Sonn- und Feiertagen einkaufen. Judy war ganz erschrocken, als ich ihr erzählt habe, dass in Deutschland dann eigentlich alles zu hat. Dann muss man ja planen, was man kocht, und so.

 

Das Wochenende war jedenfalls wieder trilingual, mädchenhaft, erfolgreich und sehr schön :) Die Zeit, die ich momentan in Downtown verbringe, lässt mich davon träumen, für einige Wochen dort zu wohnen. Ich denke, dass sich das Anfang des nächsten Jahres verwirklichen lassen könnte. Für Weihnachten bin ich jedenfalls noch hier.

 

Morgen geht auch schon die Arbeit wieder los. Ich habe entschlossen, dass ich hinfahre, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie mich brauchen, aber das stelle ich dann ja fest. Zur "Not" arbeite ich ganz langsam, sodass es wenigstens so aussieht als hätte ich etwas zu tun.

 

Ansonsten bin ich zurzeit eher unschlüssig, was meinen Geburtstag angeht. Ich weiß nicht so recht. ob ich ihn schon am Dienstag um 15 Uhr Vancouver Ortszeit feiern soll, wenn in Deutschland schon der 17. November anbricht. Den Spruch "Rufst du mich an, damit ich dir zum Geburtstag gratulieren kann?" habe ich jetzt auch schon des Öfteren gehört... Ist halt alles etwas anders, wenn man so weit weg von zu Hause ist.

 

 

So, Kirschi geht jetzt schlafen, braucht schließlich ihren Schönheitsschlaf, damit sie morgen beim Langweilen gut aussieht. Gute Nacht, Home, sweet Home!

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