19 Jahre und gefühlte Temperatur von -20°C

Okay, jetzt gibt es eine Zusammenfassung über die letzten Tage in Vancouver. Ich hoffe, ihr seid nicht zu ungeduldig geworden...

 

Am Montag habe ich ganz normal gearbeitet, der Tag war so richtig "ordinary" und ich hab am Ende habe ich abgesprochen, dass ich am Dienstag frei bekomme, weil wir mit den französischen Mädels ins Museum of Anthropology gehen wollten.

 

Dienstag habe ich lange geschlafen, bin um 15 Uhr von Björn besungen worden, weil es in Deutschland schon Mitternacht war. Das war nett und ich konnte endlich aufstehen und in meinen Tag starten. Abends habe ich mich an der Skytrain Station mit zwei der Mädels getroffen und wir sind zunächst in die Stadt gefahren, haben bei Burger King Abendbrot besorgt und haben nach einigen Schwierigkeiten und einigem Fußmarsch letztendlich das Museum gefunden. Die Ausstellung war ganz in Ordnung, wenn auch nicht besonders fesselnd.

Danach habe ich fast drei Stunden gebraucht, um nach Hause zu kommen, war also um kurz vor Mitternacht zu Hause. Später habe ich mit Basti telefoniert und bin ins Bett gegange.

 

Mittwochmorgen habe ich auf dem Küchentisch ein Stück Kuchen und eine Geburtstagskarte von der Familie gefunden und mich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Abends bin ich mit zwei Arbeitskolleginnen in einen nahe gelegenen Pub gegangen, wir haben Abendbrot gegessen und ich wurde auf mein erstes legales Glas Wein eingeladen. Hört, hört :)

 

Am Donnerstag habe ich endlich meine Wochenbeschäftigung beenden können. Ich habe alle Produktbroschüren, die ich vor dem Umzug eingepackt habe, wieder in die Hängeregister geräumt und ein wenig neu strukturiert, das war jede Menge Arbeit, aber ich konnte endlich etwas einenes machen, ein wenig meinen Grips dazu verwenden. Und es ist doch immer ein gutes Gefühl, einen Auftrag abzuschließen und zu sehen, dass man etwas geleistet hat.

Am Abend haben wir unser „Family Diner“ gehabt und Chinesisch gegessen und alle hatten pinke Partyhüte auf. Judy hat eine Schwarzwälder Kirschtorte gemacht,fast wie zu Hause, aber eben nur fast… und ich habe von der Familie ein Paar Fausthandschuhe bekommen :) Die natürlich rot sind mit einem Ahornblatt darauf.
Nach dem Essen haben wir drei Runden „Reise nach Jerusalem“ gespielt (alle haben über die deutsche Bezeichnung gelacht), dazu laut mitgesungen, und ich habe mich ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt… dann sind die Kinder ins Bett gegangen, ich habe mich zum Norah Jones Album auf dem Sofa eingerollt und bin kurz eingeschlafen. Als ich wieder aufgewacht bin, hat’s geschneit!

Am Freitag hat im Appartment von Claire eine Party stattgefunden, dort haben die Mädels alle für mich gesungen und um 1 Uhr kam der Sicherheitsdienst und hat alle nach Hause geschickt... Es haben sich wohl doch einige Nachbarn über Lärm beschwert.

Samstagnachmittag waren wir mit den Französinnen Schlittschuhlaufen und am Abend kurz in der Stadt, dann in einem Restaurant und später im Cambie, der Studentenbar. Ein paar Leute habe ich dort mal wieder kennen gelernt Franzosen und Deutsche.

Am Sonntag musste ich um 11 zu Hause sein und mich darüber geärgert, dass Stew und Judy mich mal wieder zu früh haben kommen lassen. Im Verlaufe des Tages habe ich mit Ethan im Schnee gespielt und mit ihm versucht einen Schneemann zu bauen, aber der Schnee haftet noch nicht so gut. Dann habe ich mit den Kindern gemalt und dann waren Stew und Judy auch schon wieder da. Abends war ich früh im Bett, weil es mir nicht so gut ging, und war dann wieder mal bis 1.30 Uhr wach, bevor ich ein paar Stunden geschlafen habe.

 Die Arbeit heute war wieder einmal überaus anspruchslos... ich habe den ganzen Tag über kopiert und jede Menge Rechnungen rausgeschickt. Heute Morgen aufzustehen, war grauenvoll und hat mich eine halbe Stunde gekostet. Wenn ich aufstehe, ist die Heizung noch nicht an und es ist ziemlich kalt. Gerade (um 22:59) haben wir -5°C und heute Nacht geht es wohl auf -12°C, aber Gefühlte -20°C runter. Leider zieht es in meinem Zimmer auch, weil in der Wand ein Loch ist, wo Wasser- und Stromanschlüsse geschaltet werden. Da fällt einem auch zum hundertsten Mal auf, was man zu Hause tolles hat: Fußbodenheizung mit Timer-Funktion! Ich werde nie wieder darüber schimpfen, denn jetzt würde ich alles dafür geben...
Bei den Wettervorhersagen für morgen wird wohl auch meine Leggins mal wieder aus dem Schrank kommen. Und die guten alten Skisocken...

Bénédicte und ich haben heute spontan entschlossen, am Wochenende in die Berge zu fahren. Mit einer Bustour geht es nach Banff und zum Lake Louise. Das wird sicher lustig. Morgen wird gebucht, hoffentlich gibt es noch Plätze!

Schnell noch einige Photos hochladen, dann geht's ins Bett.  Und natürlich noch ein herzliches Dankeschön für alle Glückwünsche und Geschenke, ich habe mich sehr darüber gefreut, auch wenn alles etwas anders ist, wenn man so weit weg ist.
Bis bald!
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Okay, jetzt gibt es eine Zusammenfassung über die letzten Tage in Vancouver.

 

Am Montag habe ich ganz normal gearbeitet, der Tag war so richtig "ordinary" und ich hab am Ende habe ich abgesprochen, dass ich am Dienstag frei bekomme, weil wir mit den französischen Mädels ins Museum of Anthropology gehen wollten.

 

Dienstag habe ich lange geschlafen, bin um 15 Uhr von Björn besungen worden, weil es in Deutschland schon Mitternacht war. Das war nett und ich konnte endlich aufstehen und in meinen Tag starten. Abends habe ich mich an der Skytrain Station mit zwei der Mädels getroffen und wir sind zunächst in die Stadt gefahren, haben bei Burger King Abendbrot besorgt und haben nach einigen Schwierigkeiten und einigem Fußmarsch letztendlich das Museum gefunden. Die Ausstellung war ganz in Ordnung, wenn auch nicht besonders fesselnd.

Danach habe ich fast drei Stunden gebraucht, um nach Hause zu kommen, war also um kurz vor Mitternacht zu Hause. Später habe ich mit Basti telefoniert und bin ins Bett gegange.

 

Mittwochmorgen habe ich auf dem Küchentisch ein Stück Kuchen und eine Geburtstagskarte von der Familie gefunden und mich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Abends bin ich mit zwei Arbeitskolleginnen in einen nahe gelegenen Pub gegangen, wir haben Abendbrot gegessen und ich wurde auf mein erstes legales Glas Wein eingeladen. Hört, hört :)

 

Am Donnerstag habe ich endlich meine Wochenbeschäftigung beenden können. Ich habe alle Produktbroschüren, die ich vor dem Umzug eingepackt habe, wieder in die Hängeregister geräumt und ein wenig neu strukturiert, das war jede Menge Arbeit, aber ich konnte endlich etwas einenes machen, ein wenig meinen Grips dazu verwenden. Und es ist doch immer ein gutes Gefühl, einen Auftrag abzuschließen und zu sehen, dass man etwas geleistet hat.

Am Abend haben wir unser „Family Diner“ gehabt und Chinesisch gegessen und alle hatten pinke Partyhüte auf. Judy hat eine Schwarzwälder Kirschtorte gemacht,fast wie zu Hause, aber eben nur fast… und ich habe von der Familie ein Paar Fausthandschuhe bekommen :) Die natürlich rot sind mit einem Ahornblatt darauf.

Nach dem Essen haben wir drei Runden „Reise nach Jerusalem“ gespielt (alle haben über die deutsche Bezeichnung gelacht), dazu laut mitgesungen, und ich habe mich ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt… dann sind die Kinder ins Bett gegangen, ich habe mich zum Norah Jones Album auf dem Sofa eingerollt und bin kurz eingeschlafen. Als ich wieder aufgewacht bin, hat’s geschneit!

 

Am Freitag hat im Appartment von Claire eine Party stattgefunden, dort haben die Mädels alle für mich gesungen und um 1 Uhr kam der Sicherheitsdienst und hat alle nach Hause geschickt... Es haben sich wohl doch einige Nachbarn über Lärm beschwert.



Samstagnachmittag waren wir mit den Französinnen Schlittschuhlaufen und am Abend kurz in der Stadt, dann in einem Restaurant und später im Cambie, der Studentenbar. Ein paar Leute habe ich dort mal wieder kennen gelerntFranzosen und Deutsche.



Am Sonntag musste ich um 11 zu Hause sein und mich darüber geärgert, dass Stew und Judy mich mal wieder zu früh haben kommen lassen. Im Verlaufe des Tages habe ich mit Ethan im Schnee gespielt und mit ihm versucht einen Schneemann zu bauen, aber der Schnee haftet noch nicht so gut. Dann habe ich mit den Kindern gemalt und dann waren Stew und Judy auch schon wieder da. Abends war ich früh im Bett, weil es mir nicht so gut ging, und war dann wieder mal bis 1.30 Uhr wach, bevor ich ein paar Stunden geschlafen habe.



Die Arbeit heute war wieder einmal überaus anspruchslos... ich habe den ganzen Tag über kopiert und jede Menge Rechnungen rausgeschickt. Heute Morgen aufzustehen, war grauenvoll und hat mich eine halbe Stunde gekostet. Wenn ich aufstehe, ist die Heizung noch nicht an und es ist ziemlich kalt. Gerade (um 22:59) haben wir -5°C und heute Nacht geht es wohl auf -12°C, aber Gefühlte -20°C runter. Leider zieht es in meinem Zimmer auch, weil in der Wand ein Loch ist, wo Wasser- und Stromanschlüsse geschaltet werden. Da fällt einem auch zum hundertsten Mal auf, was man zu Hause tolles hat: Fußbodenheizung mit Timer-Funktion! Ich werde nie wieder darüber schimpfen, denn jetzt würde ich alles dafür geben...

 

Bénédicte und ich haben heute spontan entschlossen, am Wochenende in die Berge zu fahren. Mit einer Bustour geht es nach Banff und zum Lake Louise. Das wird sicher lustig. Morgen wird gebucht, hoffentlich gibt es noch Plätze!



 

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