Merry Christmas!

Frohe Weihnachten an alle zusammen!

Ich hoffe, ihr verbringt ein paar schöne ruhige Feiertage im verschneiten Deutschland. Wir haben leider keinen Schnee und zu allem Überfluss bin ich auch noch krank... Heute, am 24. Dezember, habe ich die Arbeit sausen lassen und bin zum Arzt gegangen, besser gesagt in eine Walk-in-clinic, zu der man ohne Termin geht und die in meinen Augen nicht sonderlich kompeptent erscheint... jedenfalls war das notwendig, weil ich am Vorabend wegen heftiger Ohrenschmerzen nicht schlafen konnte. Der Arzt hat dann meine Vermutung leider bestätigt und mir für die Mittelohrentzündung ein Antibiotikum und Ohrentropfen verschrieben.

 

Ansonsten war mein Tag ganz angenehm. Ich habe 11 Stunden lang geschlafen, die meiste Zeit entspannt und später mit der Familie ein leckeres Fondu gegessen, bevor wir mit dem Auto durch die Wohngegend gefahren sind, um die Weihnachtsbeleuchtung einiger Häuser zu bewundern. Herausstechend war dabei ein Haus, das eine Lichter-Show vorbereitet hatte, begleitet vom hauseigenen Radiosender.

Vor dem Schlafengehen der Kinder haben wir für den Weihnachtsmann noch ein paar Kekse (mein Berliner Brot) und eine Tasse Eggnog und für Rudolf eine Karotte bereitgestellt. Heute Nacht kommt Santa dann durch den Schornstein, den wir nicht haben, und steckt die Geschenke in die Socken am Kamin.

Ein paar Geschenke liegen auch schon unter dem Baum, einige aus Lübeck und ein paar von meinen Arbeitskolleginnen, die wirklich alle sehr süß sind. Das Arbeitsklima in der Firma, stelle ich immer wieder fest, ist sehr locker und das allgemeine Gelästere und Gemeckere fällt dabei kaum auf. Das gehört schließlich auch dazu. Ich füge mich jetzt auch ein bisschen besser ein. Ich denke, es hat mir gut getan, den Leuten auf der Weihnachtsfeier einmal auf einer anderen Ebene zu begegnen.

 

Die Woche war harmlos. Ich habe mit Debbie, einer Kollegin, Produktbroschüren rausgesucht, nachgedruckt und in Ordner geheftet. Fertig sind wir noch nicht, weil es viel Arbeit ist. Am Dienstag hatten wir unser Potluck in der Firma, wo es viel zu Essen gab, viel Leckeres, was die nächsten Tage zum Mittag wieder auf den Tisch kam.

 

Dienstagabend bin ich mit der Familie und Stews Eltern in den VanDusen Botanical Garden gegangen, einen botanischen Garten im Zentrum, der mit Abermillionen von Lichtern geschmückt war. Kein Wunder, dass in Nordamerika der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie so hoch ist... Das war jedenfalls ganz nett, auch wenn ich an dem Abend vielleicht zu lange in der (relativen) Kälte war. Ab Mittwoch ging es dann bergab mit der Gesundheit und am Donnerstag war die Erkältung auf der Arbeit schon ziemlich schlimm. Es kamen zu Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und Schwindel dann nur noch die Ohrenschmerzen hinzu.

 

Die ganzen Tage habe ich mir immer wieder Sorgen um Inès gemacht, die am Montag abgereist war und in London stecken geblieben ist. Ihr wurde mitgeteilt, dass sie bis zum 26. Dezember in London festsitzen müsse, da alle Flüge nach Frankreich gecancelt oder überbucht waren. Am Ende hat sie es doch geschafft und so auch Bénédicte, die über die Schweiz dann doch noch nach Frankreich gekommen ist - ohne Koffer, aber wenigstens pünktlich zu Weihnachten...

 

Ich bin gespannt auf morgen und gehe jetzt ins Bett. Habe heute ganz viel an euch alle gedacht und fühle mich gerade trotz der Gesellschaft der Familie sehr einsam... Euch einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag.

 

 

PS: Stewart und Judy werden wohl die Nacht durchmachen. Sie sitzen aktuell (1:18 Uhr) auf dem Kellerfußboden und packen Geschenke ein... aber sie sagen, dass es jedes Mal so abläuft. Weihnachten ist jedes Jahr zur gleichen Zeit und trotzdem steht es immer wieder ganz plötzlich überraschend vor der Tür.

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