Apartment: Checked! Erstes Häkchen gemacht

Nachdem ich gestern jede Menge herumtelefoniert und gemailt habe, habe ich heute meinen arbeitsfreien Tag genutzt, um mir Wohnungen bzw. Zimmer in Downtown Vancouver anzusehen. Und bin fündig geworden. Von zwei Wohnungen habe ich mich gegen die im 33. Stock mit wahnsinnigem Ausblick in einem Hochhaus mit Swimmingpool, Fittnessraum, Bowlingbahn und diversen Partyräumen entschieden, weil dort nur Koreaner wohnen, die mittelmäßiges Englisch sprechen und spontan keinen besonders freundlichen oder unterhaltsamen Eindruck gemacht haben. Stattdessen ziehe ich am 1. Februar zu Cintya, einer Mexikanerin, und ihren zwei Mitbewohnern, auch Mexikaner also lerne vielleicht etwas Spanisch. Ich teile das Zimmer mit dem Mädchen und lerne die anderen beiden erst kennen, wenn ich dort wohne, aber ich hatte insgesamt einen gutes Gefühl und manchmal muss man eben auf seinen Bauch hören. Und ansonsten ist es auch nur für ein paar Wochen... Jedenfalls freue ich mich auf den Umzug. Nicht mehr arbeiten, entspannen, endlich einen Schritt nach vorn machen. Dann ist die Reise auch nicht mehr fern und ich bin schneller wieder zu Hause (in meinem richtigen, nicht nur vorübergehenden Zuhause) als ich "Oh, wie schön ist Kanada" sagen kann.

 

Nach den Besichtigungen habe ich mich mit meiner Freundin Natalie aus Bayern auf einen Kaffee getroffen, dann ist Holly zufällig aufgetaucht, die ich an Silvester kennen gelernt habe, und wir haben den Nachmittag und halben Abend verquatscht. Auf dem Weg nach Hause habe ich mit dem Fahrrad einen Umweg zur Seawall an der English Bay entlang gemacht und die Stadt und ihre Lichter bewundert. Kein Wunder, dass Städte in Amerika als "schlaflos" bezeichnet werden, wenn nachts sogar in Bürogebäuden das Licht überall brennt.

Fasziniert hat mich auch der Anblick, der sich mir bot, als ich über eine der Brücken aus der Stadt raus gefahren bin: Tausende funkelnde Lichter, Großstadt-Gefühl und am Horizont schweben die beleuchteten Skipisten Berge. Das sieht besonders bei Nacht, wenn der Berg an sich verschwindet und nur der beleuchtete Schnee in der Luft zu sehen ist, schon sehr interessant aus :)

 

Jetzt gehe ich flink schlafen, denn morgen beginnt auch schon mein vorletzter Arbeitstag.

Bis bald

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