über den Icefields Parkway nach Calgary

Am Samstagmorgen habe ich mir den Sonnenaufgang angesehen und mich später mit Franzi getroffen, die ich über Couchsurfing kennen gelernt habe. Sie kommt aus Deutschland und hat eine Mitfahrgelegenheit gesucht. Inzwischen haben wir einige Kilometer zurückgelegt und uns ein wenig besser kennen gelernt und sie ist echt nett. Sie wollte eigentlich von Banff aus mit dem Bus nach Winnipeg fahren, aber kurz vor Banff habe ich sie überredet, wenigstens mit nach Calgary zu kommen, und dort haben kurzum entschlossen, noch ein wenig länger zusammen zu reisen. Also habe ich jetzt eine Reisegefährtin, die mit mir zusammen heute Nacht nach Winnipeg fährt und von dort aus nach Toronto und wohin auch immer die Nase uns führt.

 

Wir sind also zunächst abgereist gen Süden in den Jasper National Park hinein. Umgeben von monströsen Bergen, sind wir einige Stunden den Icefields Parkway hinuntergefahren. Insgesamt hatten wir mit dem Wetter Glück, haben bei den Arthabaska Falls Halt gemacht, sind im Canyon spazieren gegangen und haben unterwegs immer wieder über gefrorene, türkisfarbene Wasserfälle an steilen Felswänden und die Immensität der Berge gestaunt.

Abends sind wir in Calgary angekommen und bei der Mutter einer Bekannten untergekommen, die sich super herzlich um uns gekümmert hat.

 

In den nächsten Tag sind wir gestartet mit der erfolgreichen Suche nach Franzis Kamera, die bei einem Stopp ca. 70 km vor Calgary  aus dem Auto gefallen war, und haben uns auf den Weg in die Stadt gemacht, die war beide unspektakulär und langweilig fanden. Bei milden -5°C haben wir es uns drinnen gemütlich gemacht und einige Pläne geschmiedet.

Am Montag waren wir kurz Shoppen, bevor wir uns mit Nathi getroffen haben, die auch aus Lübeck kommt und in Calgary seit September als Au-pair in einer reichen Familie arbeitet. Das Haus war riesig groß, die Gasteltern nett und die Kinder niedlich. Wir sind zusammen essen gegangen, haben Nathi zu einem Basketballspiel begleitet und viel Spaß zusammen gehabt. Es tat gut, mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen und über gemeinsame Freunde zu sprechen. Um Mitternacht waren Franzi und ich wieder im Auto und haben uns auf den Weg nach Winnipeg gemacht.

 

Die Aussicht unterwegs war klasse. Man konnte in der bergarmen Prärie in alle vier Himmelsrichtungen bis zum Horizont blicken und aufgrund der geringen Besiedlung, was bedeutet, dass in einem Umkreis von etlichen hundert Kilometern niemand lebt, blickte man überall auf klarsten Sternenhimmel. Das fand ich beeindruckend schön. Die Nordlichter haben sich leider nicht blicken lassen. Dafür sind wir am Morgen in einen 1A Sonnenaufgang gefahren... 1400 km, 16 Stunden Autofahrt, je 2 Stunden Schlaf im Auto und eine Stunde Zeitverschiebung später haben wir am Dienstagabend Winnipeg erreicht und uns gerade bei Jacques und Nathalie, zwei supernetten Couchsurfern, gemütlich gemacht.

Ich werde jetzt mal sehen, was der Tag noch so bringt. Bis bald!

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